Kinder & Jugendliche · ADHS

Viel Energie, wenig Bremse

Kinder mit ADHS sind nicht „ungezogen“. Ihr Gehirn verarbeitet Reize anders – und mit dem richtigen Verständnis lässt sich viel bewegen.

Woran man ADHS erkennen kann

Jedes Kind ist mal unruhig oder unkonzentriert. Bei ADHS sind die Schwierigkeiten aber deutlich, dauerhaft und zeigen sich in mehreren Lebensbereichen:

  • große Ablenkbarkeit, Hausaufgaben dauern endlos
  • Zappeligkeit und Schwierigkeiten, still zu sitzen
  • impulsives Handeln, Dazwischenreden, Ungeduld
  • Vergesslichkeit, verlorene Sachen, Chaos im Ranzen
  • Gleichzeitig: Kreativität, Begeisterung und viel Herz

Wie Verhaltenstherapie ADHS versteht

ADHS betrifft vor allem die Selbststeuerung: Aufmerksamkeit lenken, Impulse bremsen, Gefühle regulieren. Das Kind will oft – kann aber nicht so, wie es die Umgebung erwartet. Daraus entstehen Konflikte und Misserfolge, die den Selbstwert belasten. Wir setzen an beidem an: an der Selbststeuerung und an der Umgebung.

Wie Verhaltenstherapie hilft

Nach einer sorgfältigen ADHS-Diagnostik

  • lernen Kinder Strategien für Aufmerksamkeit und Selbstorganisation
  • üben sie den Umgang mit Impulsen und starken Gefühlen
  • erhalten Eltern ein Training für mehr Ruhe im Familienalltag
  • stärken wir den Selbstwert, der oft gelitten hat

Eine medikamentöse Behandlung wird ärztlich verordnet; auf Wunsch stimmen wir uns ab.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann ADHS festgestellt werden?
Eine verlässliche Diagnose ist meist ab dem Schulalter möglich. Bei jüngeren Kindern beobachten wir die Entwicklung und beraten die Eltern.
Braucht mein Kind Medikamente?
Nicht zwingend. Das hängt vom Schweregrad ab und wird ärztlich entschieden. Verhaltenstherapie und Elterntraining sind in jedem Fall ein wichtiger Baustein.

Der erste Schritt darf klein sein.

Schreiben Sie uns eine kurze Nachricht – am besten über unser Kontaktformular. So erreicht uns Ihr Anliegen auch dann, wenn wir gerade in Sitzungen sind.