Erwachsene · Angst & Panik
Der Angst begegnen
Angst ist ein lebenswichtiges Alarmsystem. Manchmal schlägt es zu oft an. Dann geht es nicht darum, Angst „wegzumachen“ – sondern ihr anders zu begegnen.
Wenn das Alarmsystem zu oft anspringt
Angststörungen zeigen sich in unterschiedlichen Formen:
- Panikattacken: plötzliche Wellen aus Herzrasen, Atemnot, Schwindel und Todesangst – oft scheinbar aus dem Nichts
- Agoraphobie: Angst vor Orten oder Situationen, aus denen man schwer entkommen könnte – etwa Menschenmengen, Bus oder Supermarkt
- Soziale Angst: die starke Sorge, von anderen negativ bewertet zu werden
- Generalisierte Angst: ständiges Sorgen um Gesundheit, Familie oder Zukunft
- Spezifische Ängste: etwa vor Höhe, Tieren, Spritzen oder dem Fliegen
Warum Vermeidung die Angst wachsen lässt
Wer Angst hat, meidet die gefürchtete Situation. Das bringt kurzfristig Erleichterung – langfristig aber lernt das Gehirn: „Das war gefährlich.“ So wird der Radius kleiner, die Angst größer. Genau hier setzt die Therapie an.
Wie Verhaltenstherapie hilft
Verhaltenstherapie ist bei Angststörungen nachweislich wirksam – oft schon in überschaubarer Zeit. Typische Bausteine sind:
- Verstehen, was im Körper bei Angst passiert – und warum es ungefährlich ist
- Angstauslösende Gedanken erkennen und prüfen
- Sich der Angst schrittweise und gut vorbereitet stellen (Exposition) – immer in Absprache, nie überrumpelnd
- Neue Erfahrungen sammeln, die Sicherheit geben
Viele Menschen erleben schon nach wenigen Wochen, dass ihr Alltag wieder weiter wird.
Häufige Fragen
Sind Panikattacken gefährlich?
Muss ich bei einer Exposition etwas tun, das ich nicht will?
Der erste Schritt darf klein sein.
Schreiben Sie uns eine kurze Nachricht oder rufen Sie in der Telefonzeit an. Wir melden uns – auch wenn wir Ihnen nicht sofort einen Platz anbieten können.
